Posts mit dem Label Hitzewallung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hitzewallung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 6. Dezember 2008

Erfahrungsbericht: Remifemin Tabletten



"Denk nicht dran, dann hast du auch nichts." So in etwa lautete der burschikose Ratschlag meiner Mutter zum Thema Wechseljahre. Und im weitesten Sinne ist dies auch meine eigene Erfahrung. Je bewusster ich meinen Blick auf die schönen Momente und Dinge in meinem Leben richte, desto wohler fühle ich mich. Von Depression keine Spur, im Gegenteil, ich habe mich in meinem Leben selten vitaler und tatkräftiger gefühlt.

Nur die verflixten Hitzewallungen holen mich von Zeit zu Zeit ein. Die empfinde ich als unangenehm, auf die könnte ich gerne verzichten. Vor einigen Wochen habe ich deshalb mit der Einnahme des Arzneimittels Remifemin begonnen. Es handelt sich bei diesem pflanzlichen Präparat um einen Trockenextrakt aus Cimicifugawurzelstock.

Insgesamt habe ich das Arzneimittel gut vertragen, jedenfalls gab es keine allergischen Reaktionen oder sonstigen unangenehmen Nebenwirkungen, wie sie bei pflanzlichen Wirkstoffen gelegentlich vorkommen können. Doch nach 100 Tabletten, eingenommen 2 mal täglich morgens und abends, kann ich, was die Hitzewallungen angeht, leider auch keine Verbesserung erkennen.

Ich weiß: Im Beipackzettel steht, dass die Wirkung erst nach einigen Wochen eintritt und man Geduld haben muss. Aber: Für einen relativ ungeduldigen Menschen wie mich sind 7 Wochen als Erprobungsphase bereits eine verflixt lange Zeit.

Klar, ich könnte mir jetzt eine weitere Packung kaufen. Aber wer sagt mir, dass sich nach weiteren sieben Wochen die Hitzewallungen nicht von ganz allein erledigt haben werden?

Fazit: Nach 7 Wochen konsequenter Einnahme keine Linderung meiner Hitzewallungen durch Remifemin. Hiermit stelle ich diesen Selbstversuch nun ein.

Dabei bin ich mir durchaus bewusst, dass ich hier einen höchst subjektiven Eindruck schildere und dieses Arzneimittel bei anderen Frauen möglicherweise wahre Wunder bewirkt.

Die leider viel zu früh verstorbene Melanie Thornton bringt uns mit Wonderful Dream in weihnachtliche Stimmung:

Dienstag, 21. Oktober 2008

Eine schwarze Schlange kommt selten allein

Heute Nacht, kurz vor eins, saß ich plötzlich mit Herzklopfen senkrecht in meinem Bett, weil eine schwarze, aufrecht stehende Schlange versucht hatte, in meinen Kopf zu kriechen. Jedenfalls in meinem Traum. Mit dem diffusen Gefühl, das Tier zu kennen, habe ich es mit Worten beruhigt, bis es sich langsam zurückzog.


Der Traum hängt mir immer noch nach und hat eine unbestimmte Unruhe in mir ausgelöst. Vorhin habe ich dann einfach mal auf ein paar Websites über Traumdeutung herumgesucht. Offenbar hat sich so ziemlich jede Kultur der Welt mit ähnlichen Träumen beschäftigt. Die Schlange gilt als Vorbotin von Unglücken aller Art: Tod, Erkrankungen, Ehebruch etc. Sigmund Freud ordnet ihrem Erscheinen (einmal mehr) sexuelle Hintergründe zu. Interessant wurde es erst, als die verschiedenen Farben der Schlange hinzugezogen wurden. Eine schwarze Schlange steht für "geistige Erhellung und das Anzapfen geistigen Potentials".


Okay, damit kann ich leben, das akzeptiere ich. Der Artikel für meine neue, noch nicht veröffentlichte Website, den ich heute Vormittag geschrieben habe, ist jedenfalls ganz gut geworden. Ich bin zufrieden.


Jetzt lege ich erst einmal eine Pause ein.

O weh, heute ist nicht unbedingt mein Tag.
Ich war einkaufen. An der Fleischtheke im Supermarkt stelle ich fest, dass rechts der Kragen meiner Strickjacke unter meinem Mantel hervorschaut. Weil das blöd aussieht, fange ich an, den Kragen zurück unter den Mantel zu schieben.
Sagt die bildhübsche Verkäuferin, Anfang 20, die es bemerkt hat, mitfühlend zu mir:"Heiß hier, nicht wahr?"

NEIN! Es war EISKALT an der Kühltheke!
Und ich stehe zu meinen gelegentlichen Hitzewallungen. Nur dann nicht, wenn mich wildfremde junge Mädchen unvorbereitet darauf ansprechen und in der Nacht vorher unbedingt Schlangen in meinen Kopf hinein wollen.

Ich brauche jetzt Weltschmerz, großes Drama, Mitgefühl.
Gebt mir bis morgen, dann habe ich mich wieder gefangen.
Aus dem Rilke-Projekt: Laith al Deen interpretiert "In meinem wilden Herzen" von Rainer Maria Rilke: