Ich gebe es gerne zu - trotz meines fortgeschrittenen Alters bin ich ein Fan von Weihnachtsfilmen. Im Laufe der Jahre habe ich schon einige gesehen und auch in diesem Jahr habe ich bereits die Gelegenheit genutzt, mein persönliches Repertoire zu erweitern. Am vergangenen Sonntag sah ich die neueste Disney-Kreation: "Eine Weihnachtsgeschichte nach Charles Dickens" in 3-D-Technik.
17mal ist die Geschichte von Charles Dickens bereits verfilmt worden, doch keine ähnelte dieser Neuauflage, die in erster Linie ein Wunderwerk der neuen Motion Capture Technik ist. Mit dieser lassen sich menschliche Bewegungen so aufzeichnen, dass sie von Computern gelesen werden können. Die menschlichen Darsteller wie Jim Carrey als verbitterter Geizhals Ebenezer Scrooge treten hinter der Technik völlig zurück und sind kaum noch zu erkennen.
Die Neuverfilmung, die derzeit in den Kinos läuft, ist temporeich, überwiegend düster und teilweise sehr gruselig. Vor allem in 3-D ist der Film ein überwältigendes Erlebnis. Für kleinere Kinder ist der Film meiner Meinung nach nur eingeschränkt geeignet, Heranwachsende und Erwachsene mit einer Vorliebe für technische Neuerungen werden jedoch ihr helles Vergnügen haben.
Und dies ist die (bekannte) Geschichte:
Der selbstsüchtige und harte Geizhals Ebenezer Scrooge lebt ein zurückgezogenes Leben. Seit dem Tod seines Partners führt er sein Geschäft allein. An Heiligabend bekommt er Besuch von den drei Geistern der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen Weihnacht, die ihm sein Leben in all seiner Trostlosigkeit vor Augen führen. Ganz allmählich wandelt sich Scrooge zu einem besseren Menschen.
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Donnerstag, 3. Dezember 2009
Dienstag, 3. Februar 2009
Gesehen: Der seltsame Fall des Benjamin Button
Erzählt wird die tragisch-schöne Geschichte eines Liebespaares, dem nur wenige gemeinsame Jahre bleiben. Denn während Benjamin (Brad Pitt) alt geboren wird und dann als Baby stirbt, altert Claire (Cate Blanchett) ganz normal. Am Schluss wird die alte Dame ihren Geliebten als Baby im Arm halten und bei ihm sein, als er stirbt.
Der Film ist ein Gedicht in wunderschönen Bildern. Ruhig und detailfreudig wird die ungewöhnliche Geschichte in 166 Minuten erzählt. Die erste Hälfte des Films zeigt Pitt in seiner Wandlung vom Greis zum älteren Mann - also in seinen Jugendjahren. Unter seinen vielen Masken ist Pitt kaum wiederzuerkennen. Für den ersten Teil muss man als Kinozuschauer etwas Geduld mitbringen, allzu viel passiert in dieser Zeit nicht, wenn man mal von Benjamins Kriegserfahrungen absieht.
Je jünger die Filmfigur Benjamin wird, desto mehr nimmt der Film an Fahrt auf. Sehr berührend dann die Szenen, in denen Benjamin aus Liebe auf Daisy verzichtet. Alt geboren und dann immer jünger zu werden, ist gar nicht so lustig, wie man anfangs vielleicht glaubt.
Bewundernswert und erstaunlich ist, wozu Maskenbildner und Computertechnik heutzutage imstande sind. Gegen Ende des Films kehrt Benjamin strahlend jung und schön wie Brad Pitt als Joe Black zu Claire zurück. Für jedes weibliche Auge ein Genuss!
Der seltsame Fall des Benjamin Button wurde in nahezu jeder Kategorie für 13 Oscars nominiert. Ein bilderstarker, ruhiger und auch langer Film, der sich anzusehen lohnt.
Kein Film für Actionfreaks.
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