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Samstag, 14. März 2009

Wenn du etwas machen willst, dann tu es!

Wenn mir etwas wirklich wichtig ist, rede ich nicht darüber, sondern mache es einfach.

Weil ich nämlich ganz genau weiß, dass sonst irgendjemand aus der Ecke kommt, der mich von meinem Plan abhalten möchte. Vor allen Dingen dann, wenn die Idee für den Kreis, in dem ich mich bewege, ungewöhnlich ist. Die meisten Menschen haben ein untrügliches Gespür für drohende Veränderungen. Und weil die meisten Menschen Veränderungen nicht mögen, halten sie auch andere gerne davon ab.

Es gibt auch noch einen anderen Grund, weshalb ich vor anderen über meine größeren Ziele beharrlich schweige. Habe ich diese nämlich erst einmal laut ausgesprochen, entwickeln sie sich gegen mich zu einem Druckmittel für andere.

Wie, du hast es nicht geschafft abzunehmen? Dir fehlt es einfach an Selbstdiziplin.

Ich habe doch gleich gewusst, dass du die Abendschule nicht durchhältst. Warum willst du auch unbedingt Abitur? Ich habe auch keins.

Na? Immer noch nicht schwanger?

War wohl nichts mit dem Bestseller. Aber warum soll's dir auch besser gehen als mir.


Die Aufzählung lässt sich endlos fortsetzen. Darum: Wenn du etwas machen willst, dann tu es einfach. Geredet wird sowieso ;- ).

The First Day of my Life von Melanie C.:

Donnerstag, 12. März 2009

Ratschläge sind auch Schläge

So beantwortet der Erfolgscoach Frank Wilde in seinem Buch "Beweg deinen Arsch" (provozierend, aber nicht schön) die Frage, wie man mit Ratschlägen umgehen soll.

Ob Fußball, Kindererziehung oder Politik - alle, alle, alle können mitreden und wissen natürlich alles viel besser. Auch diejenigen, die selbst völlig unsportlich sind, selbst keine Kinder haben oder in der Zeitung stets nur die Seite "Buntes aus aller Welt" aufschlagen. Beim Autofahren ist es ähnlich. Leute, die selbst keinen Führerschein besitzen, wissen selbstverständlich ganz genau, wie man "richtig" fährt: schneller!, langsamer!, pass doch auf! Und als Autorin hätte ich da auch noch Einiges aus dem Nähkästchen zu plaudern. Sätze wie "Warum schreibst du nicht mal so etwas Ähnliches wie Harry Potter" oder komplette "Anleitungen" für den perfekten Roman gehören zu den Standards, die ich gelegentlich zu hören bekommen.

Aber wenn ich ganz ehrlich bin, fällt es mir manchmal auch schwer, mich mit Ratschlägen zurückzuhalten. Meine bevorzugten "Opfer" sind dabei natürlich die Menschen, die mir nahe stehen und denen ich mich verbunden fühle. Gelegentlich habe ich einfach das Bedürfnis, meine gesammelte Lebenserfahrung weiterzugeben. Vielleicht kann ich anderen unangenehme Erfahrungen ersparen, so denke ich.

Nett gemeint, aber natürlich völliger Quatsch. Wir haben immer nur Recht für uns selbst. In unser Gegenüber können wir nicht hineinsehen. Trotzdem wollen wir dem anderen etwas diktieren, vielleicht sogar Macht über ihn ausüben. Dass der Andere davon nicht begeistert ist, versteht sich wohl von selbst.

Was also tun? Einfach nur zuhören und für den Anderen Verständnis entwickeln, rät Wilde. Mache keine Vorschläge, lebe sie vor.

Ein guter Tipp! Heute Abend im Familienkreis werde ich gleich damit anfangen zu üben und ein leuchtendes Beispiel sein an Freundlichkeit, Sanftmut und Verständnis...

Bei diesem ständigen Regenwetter ist mir nach Kuscheleinheiten für die Seele zumute. Judy Garland singt Somewhere over the rainbow: