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Dienstag, 23. Juni 2009

Manchmal hilft nur noch Geduld

Ich wurde im Sternzeichen des Stiers geboren und diese Menschen sind bekannt für ihre Ausdauer und Geduld. Wird letztere allerdings einmal überstrapaziert, dann kann`s auch schon mal einen kräftigen Wutausbruch geben, der ist dann aber sehr schnell wieder vergessen.

Eine mir sehr nahe stehende weibliche Verwandte wurde im Zeichen des Widders geboren. Geduld zählt nicht unbedingt zu ihren herausragenden Tugenden. Ausdauer auch nicht. Beide Eigenschaften braucht sie jedoch momentan. Für sie ist es Zeit, die Weichen in ihrem Leben neu zu stellen. Aber leider entwickeln sich die Dinge nur in Trippelschritten.

Geduld ist erlernbar. Auf der Seite http://www.lernen-fuehlen-verstehen.de/geduld.html gibt es hierzu eine ausführliche Anleitung. Beim gewissenhaften Üben benötigt man vor allem - Geduld. In diesem Sinne, viel Erfolg!

Chris de Burgh und Elissa singen Lebanese Night:

Sonntag, 22. Februar 2009

Karnevalbrummeln

Während draußen der Karneval tobt, kämpfe ich in meinen vier Wänden mit ganz anderen Problemen, nämlich dem alltäglichen Wahnsinn.

Wochenlang habe ich auf meine neue Brille gewartet. Nun ist sie endlich da, doch was passiert? Wenn ich sie aufsetze, habe ich das Gefühl, meine Augäpfel rollen nach innen und meine Blicke überkreuzen sich. Klingt seltsam, fühlt sich auch so an. Da ich seit meiner Teenagerzeit Brillen tragen muss, kann ich sehr genau abschätzen, dass mit meinen neuen Gläsern etwas nicht stimmt und auch eine längere Eingewöhnungzeit keine Abhilfe bringen wird. Also muss ich nun erneut zum Augenarzt, erneut zum Optiker. Erklären und reklamieren. Und vor allem Warten.
Nur zur Erinnerung: Ich bekomme nicht etwa aus Eitelkeit eine neue Brille, sondern weil ich mir der alten nicht mehr 100 Prozent sehen kann. Grrr.

Aber immerhin habe ich es gestern geschafft, meinen guten alten PC aus dem Jahre 1998 auszurangieren. Etliche Romane, Drehbücher und sonstige Texte sind mit seiner Hilfe entstanden. Ich hätte ihm auch gerne noch eine Weile die Treue gehalten, doch mit der Zeit wurde es immer schwieriger, die passende Software für meinen Oldie zu finden und auch die zunehmenden Ladezeiten nervten. Diesen Beitrag schreibe ich noch am Laptop. Aber gleich mache ich mich daran, meinen neuen Multi-Media-PC mit der notwendigen Software zu bestücken. Drückt mir die Daumen, dass dies reibungslos klappt.

Apropos reibungslos: Ich schreibe in dem kleinsten Raum, den unser Heim aufzuweisen hat, und mag es gar nicht, bei geschlossener Tür arbeiten zu müssen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich meine Gedanken und meine Kreativität in großen offenen Räumen besser entfalten können. Aber die geöffnete Zimmertür nimmt meinen Lieben leider sämtliche Hemmungen, mich ohne zu zögern anzusprechen, wenn ich über neuen Texten sitze.
Das ist nicht schlimm?
Nun, dann stellt euch einfach vor, dass ihr gerade von der besten Idee eures Lebens gestreift werdet. Oder euch fällt nach langem Brüten endlich ein, wie es mit der Handlung eurer Story auf die einzig richtige Art und Weise weitergehen muss... oder... oder... Und dann, in genau diesem kostenbaren Augenblick werdet ihr gefragt: "Schatz, weißt du, wo das Stromkabel ist/mein Hemd/mein Portemonnaie... wann der nächste Bus fährt... Ist es okay, wenn ich heute bei XYZ übernachte?"
Der kostbare eigene Gedanke ist verloren und wird - falls überhaupt - niemals auf dieselbe Weise zurückkehren wie zuvor. Wenn ich mich das nächste Mal an meinen Text setze, werde ich mindestens 10 Minuten brauchen, um dorthin zurückzukehren, wo ich vorhin bereits gewesen bin. Grr, grrr, grrr. Der Traum meines Lebens ist ein eigenes Büro zum Schreiben außerhalb der eigenen vier Wände.

Zur Inspiration ein paar schöne Bilder meiner Geburtsstadt Düsseldorf, unterlegt mit der Musik von La Düsseldorf - Cha Cha 2000:

Dienstag, 9. Dezember 2008

Hab Geduld, alle Dinge sind schwierig...

... bevor sie leicht werden.
Französisches Sprichwort


Es gibt Phasen und Momente im Leben, da wird die eigene Geduld gehörig auf die Probe gestellt.
Seit ein paar Tagen schon gibt mir das Leben einen deutlich verlangsamten Rhythmus vor. Morgens wache ich nicht mehr pünktlich auf, obwohl ich mir sogar 2 Wecker gleichzeitig stelle. Ich höre sie klingeln, stelle sie aus und schlafe einfach weiter. Um dann eine Stunde später völlig entsetzt aus dem Bett zu springen - denn wenn ich verschlafe, verschläft quasi die komplette Familie.

Oder gestern Abend, zum Beispiel. Da hatte ich mich mit ein paar lieben Autorenkolleginnen in Köln zum Stammtisch getroffen. Ich mag diese Treffen sehr, weil eben nur jemand, der selbst in der Branche arbeitet, die Schwierigkeiten kennt, mit denen man sich so ständig herumzuschlagen hat. Umso ausgiebiger wird sich ausgetauscht und auch ein bisschen getratscht und gelästert. Der Heimweg verlief jedoch weniger erfreulich. Meine Bahn hatte 20 Minuten Verspätung. Als sie endlich eintraf, schlugen mir die Zähne aufeinander, denn es herrschten eisige Temperaturen. Die Scheiben meines Autos, das auf dem P + R - Parkplatz auf mich wartete, waren zugefroren, also durfte ich erst einmal kratzen. Endlich konnte ich losfahren, doch da waren schon wieder die Bahnschranken unten und versperrten mir den Weg. Die Kette der Verzögerungen riss auch danach nicht ab... Aber soll ich mich darüber aufregen?

Das kostet nur unnötige Energie und macht schlechte Stimmung. Ich denke mir: "Wer weiß, wozu es gut ist" und fühle mich schlagartig besser. Ich vertraue einfach darauf, dass sich in meinem Leben alles so entwickelt, wie es für mich am besten ist. Verzögerungen machen Sinn.

Welchen? Nun ja, dass weiß ich auch nicht immer sofort. Aber aus den Lehren der letzten Tage weiß ich, dass ich früher schlafen gehen sollte ;-).

Ich sage Goodnight Tonight mit Paul McCartney: