Sonntag, 12. September 2010
Montag, 19. Juli 2010
Einfach auch mal "Danke" sagen
Das Wörtchen "takk" ist Basis aller Höflichkeit und häufig ein Türöffner, las ich in einem Reiseführer für Norwegen. Norweger bedanken sich gerne und häufig, sogar wenn man sie fragt, wie es ihnen geht.
Was für ein angenehmes Volk, diese Norweger, denke ich und erinnere mich an eine befremdliche Episode, die ich vor Jahren mit einer Bekannten erlebt habe. Eine Dame erzählte nebenbei, dass sie sich nach der Rückkehr aus dem Urlaub bei ihrer Nachbarin mit einem kleinen Geschenk fürs Blumengießen bedankt hatte. Fast alle Anwesenden hielten dies für eine nette Geste. Eine Frau, die der Kirche sehr nahe stand, widersprach jedoch vehement. Es sei nicht nötig, dass man sich bei anderen Menschen für deren Gefälligkeiten bedankt. Vielmehr sollten wir diese als Gottes Geschenk annehmen und "einfach stehen lassen". Man müsse auch annehmen lernen.
Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, welche Irritation diese Bemerkung in mir auslöste. Bestimmt macht es wenig Sinn, jede kleine Gefälligkeit mit einem Geschenk zu vergelten. Auch ist es sicherlich richtig, dass Annehmen eine Kunst ist. Aber ein schlichtes und ehrliches "Danke" halte ich doch für angebracht. "Danke" oder "tack", wie die Norweger sagen, zeigt dem anderen, das man ihn und sein Tun wahrgenommen hat. Ein ehrlich gemeintes Danke bedeutet auch Anerkennung und Wertschätzung. Und in den meisten Fällen löst es Freude aus - beim Empänger, aber auch bei sich selbst.
In diesem Sinne halte ich es mit den Norwegern: Takk für Ihre Aufmerksamkeit!
Sonntag, 18. Juli 2010
Ruhiger Sonntag
Heute war einer dieser wunderbar ruhigen Sonntage, die ich von ganzem Herzen genießen kann. Ohne Verpflichtungen, die den Tagesrhythmus vorgeben. Ausschlafen ohne schlechtes Gewissen. Gemütlich im Freien frühstücken und in der Sonntagszeitung schmökern. Mit den Lieben plaudern. lachen, albern sein. Den Urlaub planen. Irgendwann was Gutes essen. Und weiter faul sein.
Solche Sonntage sind rar und kostbar, um so dankbarer bin ich dafür. Beim Blättern in einer Zeitschrift entdecke ich dann den ultimativen Spruch für die kommende Woche:
Menschen, denen man Gutes tut, kann man gleich besser leiden.
Ein wahres Wort. Ich kann nicht alle Menschen lieben, aber ich muss mich auch nicht über alle aufregen. Niemand zwingt mich dazu. Mir geht es gleich sehr viel besser, wenn ich auch zu denen nett bin, die vielleicht nicht auf derselben Wellenlänge wie ich schwingen.
Ein Lächeln, ein freundliches Wort - meine Mutter würde sagen: Wie es in den Topf reinschallt, so schallt es heraus.
In diesem Sinne wünsche ich allen eine gute Woche!
Freitag, 20. Februar 2009
Das Rezept für dauerhaften Erfolg
- auf harter Arbeit und Handwerk
- auf Kreativität, die aus der eigenen Lebenserfahrung und den eigenen Wurzeln entspringt
- auf Einmaligkeit (eine Kopie bleibt eine Kopie)
- auf der Fähigkeit, sich Ziele zu setzen
- auf dem Mut, die Blickrichtung zu wechseln, wenn sich der Erfolg nicht sofort einstellt
- auf dem Mut, auch gegen Widerstände authentisch zu bleiben
- auf dem Mut und der Fähigkeit, sich selbst zu einer Marke zu machen
- auf der Konsequenz, der eigenen Marke treu zu bleiben
- auf Zähigkeit, nicht zu verwechseln mit Sturheit
- auf Demut und auf Dankbarkeit.
Dass dieses Rezept funktionieren kann, beobachte ich zurzeit am Beispiel meiner lieben Kollegin Kerstin Gier. Zu einer Zeit, als die Fachwelt den deutschen Frauenroman längst für tot erklärt hatte, stieg sie wie Phoenix aus der Asche, weil sie als eine der wenigen ihrem Credo treu geblieben war: Romane zu schreiben, die Freude bereiten.
In diesem Sinne wünsche ich ein kreatives Wochenende :-).
Tina aus Düsseldorf hat mich indirekt daran erinnert, dass ich hier schon lange nicht mehr Fady Maalouf gespielt habe. Das wird sofort geändert: Fady Maalouf singt Black Velvet; die Aufnahme entstand am 9.2.2009 während eines Konzerts von NDR 90,3:
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Sonntag, 15. Februar 2009
Nachklapp zum Valentinstag
Ob der Valentinstag zur bloßen Geschäftemacherei verkommt oder eine willkommene Gelegenheit ist, liebevolle Gefühle zu zeigen, liegt letztlich ausschließlich an uns selbst. Der Tag ist jedenfalls keine Erfindung rühriger Geschäftsleute, sondern führt zurück bis ins Mittelalter, nachzulesen u.a. bei Wikipedia.
Danach wird der Valentinstag heutzutage zumeist auf die Sage des Bischofs Valentin von Terni zurückgeführt, der als christlicher Märtyrer starb. Der Legende nach hat er entgegen des kaiserlichen Gebots einige Verliebte christlich getraut, darunter auch Soldaten, die unverheiratet bleiben mussten. Mittlerweile wird der Valentinstag in vielen Ländern der Welt gefeiert, darunter auch China und Japan.
So ein Tag wie der Valentinstag ist ein netter Anlass, den Menschen, die uns auf unserem Weg begleiten, danke zu sagen. Denn es ist keinesfalls selbstverständlich, dass sie bei uns sind:
Liebe, Liebste, in der Ferne,
wie so sehr entbehr' ich Dich!
Leuchteten mir milde Sterne,
ach, wie bald ihr Glanz erblich!
Wenn ich deine weichen Wangen
leis in meine Hände nahm,
und voll zärtlichem Verlangen
Mund zu Mund zum Kusse kam;
wenn ich deine Schläfen rührte
durch der Haare duftig Netz,
o, wie war, was uns verführte,
beiden uns so süß Gesetz!
Und nun gehst du fern und einsam.
Ach, wie achtlos spielt das Glück!
Bringt, was einmal uns gemeinsam,
noch einmal sein Strom zurück?
Liebe, Liebste, in der Ferne,
wie so sehr entbehr' ich dich!
Leuchteten uns milde Sterne,
ach, wie schnell ihr Glanz erblich!
Christian Morgenstern, deutscher Lyriker, 1871-1914
Einen schönen Sonntag noch!
Hartmut Schories rezitiert Liebe, Liebste, in der Ferne von Christian Morgenstern:
Freitag, 28. November 2008
Wofür ich heute dankbar bin...
Abends vor dem Einschlafen ist mein letzter Gedanke ebenfalls Danke! Danke für diesen Tag. Danke für das Glück meiner kleinen Familie. Danke für... Wenn ich mit dem Dank sagen erst einmal angefangen habe, fallen mir ohne großartiges Nachdenken tausend weitere Gründe ein, um von Herzen dankbar zu sein.
Meine Danksagungen haben sich zu einem wichtigen Ritual in meinem Leben entwickelt. Seitdem ich mein inneres Auge konsequent auf die Dinge und Ereignisse in meinem Leben richte, die gut sind, lebe ich glücklicher und gelassener. Diese Methode ist wirklich simpel, doch sehr wirkungsvoll. Egal, was vorher schief gelaufen ist - wenn man sich für das bedankt, was gut läuft im Leben, gibt es keinen Raum für Hader, Ärger, Neid und Hass.
Auch früher schon hatte ich bei passenden Gelegenheiten kleine Dankesseufzer gen Himmel geschickt. Richtig konsequent wende ich diese Methode erst seit der Lektüre von "The Secret" von Rhonda Byrne und weiterführenden Werken an : "Es ist unmöglich, mehr in Ihr Leben zu brngen, wenn Sie für Ihre Erfolge undankbar sind."
Beim Googlen bin ich auf die Dankbarkeitslisten des Ehepaars Pallas gestoßen. Mehr als 16.000 Menschen haben dort niedergeschrieben, wofür sie dankbar sind. Die neuesten Einträge sind von heute. Schaut doch mal vorbei. Vielleicht fühlt ihr euch beim Lesen ja auch zu einem Beitrag inspiriert.
Thank U von Alanis Morissette: