Samstag, 8. Mai 2010
Musiktipp 50 +: Nena - In meinem Leben
Sonntag, 18. April 2010
Schön ist eigentlich alles...
Je mehr jemand die Welt liebt,
desto schöner wird er sie finden.
Mittwoch, 10. Februar 2010
Joachim Ringelnatz: Ich habe Dich so lieb
Sonntag, 18. Oktober 2009
Liebhaber in allen Gestalten
Dass Johann Wolfgang von Goethe (deutscher Dichter, Dramatiker, Politiker, 1749 - 1832) sein Leben lang dem weiblichen Geschlecht sehr zugetan war, ist nun wirklich kein Geheimnis. Frauen waren für ihn Leidenschaft, Lust und Leid und vor allem - Inspiration für zahlreiche Liebesgedichte. Dieses hier ist lustig und modern zugleich. Denn mal ehrlich: Neigen wir Frauen nicht dazu, uns den perfekten Mann zurechtbiegen zu wollen?
Franz Schubert konnte sich mit dem Text offenbar ebenfalls identifizieren. Er vertonte ihn. Seltsam nur, dass bei Youtube.de nur Videos zu finden sind, auf denen Frauen das Lied singen.
Liebhaber in allen Gestalten
Ich wollt’, ich wär’ ein Fisch,
So hurtig und frisch;
Und kämst du zu anglen,
Ich würde nicht manglen.
Ich wollt’, ich wär’ ein Fisch,
So hurtig und frisch.
Ich wollt’, ich wär’ ein Pferd,
Da wär’ ich dir werth.
O wär’ ich ein Wagen,
Bequem dich zu tragen.
Ich wollt’, ich wär’ ein Pferd,
Da wär’ ich dir werth.
Ich wollt’, ich wäre Gold,
Dir immer im Sold;
Und thätst du was kaufen,
Käm’ ich wieder gelaufen.
Ich wollt’, ich wäre Gold,
Dir immer im Sold.
Ich wollt’, ich wär’ treu,
Mein Liebchen stets neu;
Ich wollt’ mich verheißen,
Wollt’ nimmer verreisen.
Ich wollt’, ich wär’ treu,
Mein Liebchen stets neu.
Ich wollt’, ich wär’ alt
Und runzlig und kalt;
Thätst du mir’s versagen,
Da könnt’ mich’s nicht plagen.
Ich wollt’, ich wär alt
Und runzlig und kalt.
Wär’ ich Affe sogleich,
Voll neckender Streich’;
Hätt’ was dich verdrossen,
So macht’ ich dir Possen.
Wär’ ich Affe sogleich,
Voll neckender Streich’.
Wär’ ich gut wie ein Schaf,
Wie der Löwe so brav;
Hätt’ Augen wie’s Lüchschen,
Und Listen wie’s Füchschen.
Wär’ ich gut wie ein Schaf,
Wie der Löwe so brav.
Was alles ich wär’,
Das gönnt’ ich dir sehr;
Mit fürstlichen Gaben,
Du solltest mich haben.
Was alles ich wär’,
Das gönnt ich dir sehr.
Doch bin ich, wie ich bin,
Und nimm mich nur hin!
Willst du bessre besitzen,
So laß dir sie schnitzen.
Ich bin nun, wie ich bin;
So nimm mich nur hin!
Samstag, 9. Mai 2009
Wort zum Muttertag
Morgen fällt der Muttertag auf dieses Datum. Passend zum Anlass habe ich ein Zitat ausgewählt, dass sich wie alles unter mehreren Blickwinkeln betrachten lässt:
So mancher meint, ein gutes
Herz zu haben, und hat nur
schwache Nerven.
(Marie von Ebner-Eschenbach, 1830-1916)
Die Ehe der Freifrau von Ebner-Eschenbach blieb übrigens kinderlos. Ihr um 15 Jahre älterer Ehemann unterstützte sie sehr auf ihrem Weg als Schriftstellerin.
Anne-Sophie Mutter spielt das Violinenkonzert in D Major 6/6 von Beethoven:
Dienstag, 17. März 2009
Die geheime Sprache der Blumen
Apropos verschenken. Wer glaubt, man müsste beim Verschenken von Blumen nichts beachten, der irrt. Nach wie vor besitzt jede Blume ihre eigene Symbolik. Wer die nicht kennt, kann ganz leicht in einem Fettnapf landen.
Ich selbst erinnere mich noch sehr genau an den Moment, als ein mir nahestehender nichtsahnender Mensch versuchte, mir mit gelben Rosen eine Freude zu machen. Die Farbe Gelb steht für Neid und Eifersucht und kam bei mir gar nicht gut an.
Weiße Blumen sollten man weder kranken noch älteren Menschen schenken, weil sie als "Friedhofsblumen" gelten. (Ich selbst mag weiße Rosen allerdings sehr :-) )
Rote Tulpen sind ein Zeichen für Liebe. Andere Tulpen drücken aus: Du bist zu keiner echten Empfindung fähig.
Gladiolen drücken Kraft und Charakterstärke aus. Rote Gladiolen stehen für Liebe.
Wer freut sich nicht über Rote Rosen, wenn sie von der richtigen Person kommen? Einen Strauß roter Rosen verschenkt man nur, wenn man eine Liebeserklärung machen möchte.
Wer mehr über die Kunst, Blumen zu verschenken, erfahren möchte, der ist hier richtig.
Passend zum Blumenthema singt die unvergessene Hildegard Knef ihren Song Für mich soll's rote Rosen regnen:
Dienstag, 3. März 2009
Worin besteht die Tugend?
"Worin besteht die Weisheit?"
Er sprach: "Dass man die Menschen versteht."
Man fragte ihn dann: "Worin besteht die Tugend?"
Er antwortete: "Dass man die Menschen liebt."
Aus Asien
Dienstag, 17. Februar 2009
Gesehen: Er steht einfach nicht auf dich
Er steht einfach nicht auf dich lautet der Titel einer charmanten Komödie, die in der vergangenen Woche in den Kinos angelaufen ist. Ein Episodenfilm, der viele bekannte Hollywoodgesichter auf sich vereint: Jennifer Aniston, Drew Barrymore, Scarlett Johannsson, Ben Affleck, Kris Kristofferson (sieht für sein Alter erstaunlich gut aus), um nur einige Namen zu nennen.
Der Kitt, der die einzelnen Szenen zusammenhält ist die Liebe. Oder vielmehr die Suche nach dem Mann/der Frau fürs Leben. Woran erkenne ich nach dem ersten Date, ob es gefunkt hat? Was bedeutet die lapidare Floskel "Ich ruf Dich an" wirklich? Dass er/sie anruft oder dass er/sie nicht anruft? Beziehungen entstehen oder fallen auseinander. Wer genauer hinsieht, stellt Entlarvendes fest. Kommen uns die vielen Wirrungen und Irrungen nicht irgendwie bekannt vor? Der Drehbuchautor wird doch nicht etwa heimlich in unseren Tagebüchern geschnüffelt haben?
Das Ganze ist mit leichter Hand inszeniert und amüsiert - mit und ohne Karnevalmaske ;-).
Sonntag, 15. Februar 2009
Nachklapp zum Valentinstag
Ob der Valentinstag zur bloßen Geschäftemacherei verkommt oder eine willkommene Gelegenheit ist, liebevolle Gefühle zu zeigen, liegt letztlich ausschließlich an uns selbst. Der Tag ist jedenfalls keine Erfindung rühriger Geschäftsleute, sondern führt zurück bis ins Mittelalter, nachzulesen u.a. bei Wikipedia.
Danach wird der Valentinstag heutzutage zumeist auf die Sage des Bischofs Valentin von Terni zurückgeführt, der als christlicher Märtyrer starb. Der Legende nach hat er entgegen des kaiserlichen Gebots einige Verliebte christlich getraut, darunter auch Soldaten, die unverheiratet bleiben mussten. Mittlerweile wird der Valentinstag in vielen Ländern der Welt gefeiert, darunter auch China und Japan.
So ein Tag wie der Valentinstag ist ein netter Anlass, den Menschen, die uns auf unserem Weg begleiten, danke zu sagen. Denn es ist keinesfalls selbstverständlich, dass sie bei uns sind:
Liebe, Liebste, in der Ferne,
wie so sehr entbehr' ich Dich!
Leuchteten mir milde Sterne,
ach, wie bald ihr Glanz erblich!
Wenn ich deine weichen Wangen
leis in meine Hände nahm,
und voll zärtlichem Verlangen
Mund zu Mund zum Kusse kam;
wenn ich deine Schläfen rührte
durch der Haare duftig Netz,
o, wie war, was uns verführte,
beiden uns so süß Gesetz!
Und nun gehst du fern und einsam.
Ach, wie achtlos spielt das Glück!
Bringt, was einmal uns gemeinsam,
noch einmal sein Strom zurück?
Liebe, Liebste, in der Ferne,
wie so sehr entbehr' ich dich!
Leuchteten uns milde Sterne,
ach, wie schnell ihr Glanz erblich!
Christian Morgenstern, deutscher Lyriker, 1871-1914
Einen schönen Sonntag noch!
Hartmut Schories rezitiert Liebe, Liebste, in der Ferne von Christian Morgenstern:
Sonntag, 18. Januar 2009
The same procedure as every year oder Die Kunst der kleinen Rituale in einer Beziehung
Denn: Heute vor 34 Jahren (!) haben mein Mann und ich uns als Teenager kennengelernt und zelebrieren seitdem diesen Tag Jahr für Jahr - mit kleinen Präsenten, einem hübsch gedeckten Tisch, einem besonderen gemeinsamen Essen und natürlich mit Zeit, die wir uns im ganz normalen Alltagsgeschehen füreinander nehmen.
Was auf die einen möglicherweise schrecklich spießig wirkt, ist für die anderen der Kitt, der sie als Paar zusammenhält. Das Geheimnis glücklicher Beziehungen besteht eben nicht (nur) darin, die berühmten Schmetterlinge im Bauch am Fliegen zu halten. Von Zeit zu Zeit ist es wichtig sich bewusst zu machen: "He, es ist nicht selbstverständlich, dass der/die Andere an unserer Seite geht."
Gemeinsame kleine Rituale signalisieren im positivem Sinne immer auch gewachsenes Vertrauen, gemeinsames Erleben und gegenseitige Achtsamkeit. Ob sie zur lästigen Verpflichtung und Gewohnheit verkommen, liegt in erster Linie auch an einem selbst.
Wer Liebe sucht, muss Liebe geben - klingt simpel, ist aber so.
Mehr zum Thema liefert Anke Birnbaum in ihrem Artikel Rituale - Ihre Bedeutung für die Partnerschaft, nachzulesen hier.
Aus dem Film Music and Lyrics: Hugh Grant und Cora Corman (nicht verwandt und nicht verschwägert)singen Way back into love:
Montag, 15. Dezember 2008
Muße, Nähe, Wärme, Liebe
Der Weihnachtsbaum ist seit gestern gekauft. Der Tisch fürs große Familienessen am 1. Weihnachtstag im Restaurant ist bestellt. Die Liste mit den großen und kleinen Geschenken, die noch zu besorgen sind, wird getreulich abgearbeitet. Sind genügend Süßigkeiten im Haus? Was ist mit den Getränken?
Ich muss noch fast alle Weihnachtskarten schreiben und absenden. Im Büro und am häuslichen Schreibtisch gibt es Arbeiten, die bis Ende der Woche erledigt sein müssen.
Morgen muss ich zum Augenarzt. Der Besuch war nicht eingeplant, ist aber nötig. Ende der Woche steht der alljährliche große Ball an. Neue Seidenstrümpfe müssen gekauft und die High Heels "poliert" werden.
Wenn man mich fragt, was ich mir wünsche, antworte ich: Muße, Nähe, Wärme, Liebe. Ich möchte mich in eine warme Decke einkuscheln und einfach bloß sein - das ist für mich der größte Luxus.
Nana Mouskouri singt Petit Papa Noel:
Samstag, 25. Oktober 2008
Mehr lieben und mehr lachen
Frau Klein leitet seit 25 Jahren eine seriöse Partnervermittlung. Auf ihrem Blog gibt sie Tipps für die Suche nach dem Partner fürs Leben, bietet Einzelcoaching an und hat auch sonst sehr viel zu den Themen Liebe und Partnerwahl zu sagen.
Richtig klasse finde ich ihren "Einsatz" für Menschen über 50, für den sich auch der Fernsehsender NDR interessiert hat.
Im vergangenen Jahr ist Maria Klein selbst 50 Jahre alt geworden. Ihr Blogeintrag aus diesem Anlass lautet:
50. Geburtstag - wie fühlt sich das an?
Vor allem den letzten Absatz ihres Beitrages möchte ich hier gerne zitieren und unterstreiche ihn symbolisch doppelt und dreifach:
"Also was sollte man nach dem 50. Geburtstag tun? (Klicken und Artikel lesen) Noch einmal richtig durchstarten.
Noch einmal etwas Neues anfangen.
Neue Menschen treffen, mehr ausgehen, mehr einladen, mehr reisen, mehr lieben, mutiger sein, das Leben in vollen Zügen geniessen.
Eure Maria Klein"
Einen Vorsatz für die goldenen 50er Jahre möchte ich noch hinzufügen: Menschen über 50 sollten auch mehr lachen.
Heute singt Patrica Kaas für uns: Mademoiselle chante le Blues