Meine mehrfach gepiercte Friseurin riet mir dazu, den leichten Rotstich in der Tönung beizubehalten. Ich wiederum hielt es für eine gute Idee, einige Strähnen auf meinem Oberkopf zu blondieren und sie anschließend wieder braun einzutönen. a) Um die nachwachsenden weißen Haare zu überdecken und b) um dem getönten Braunton zu ein paar Glanzlichtern zu verhelfen. Bei dem grauen Himmel, den abgekühlten Temperaturen und dem ständigen Regen verspürte ich heftige Lust auf Farbe. Bei Licht betrachtet, ist mein Haar nun dreifarbig.
Ähnlich erging es mir heute mit dem Layout dieses Blogs. Kaum hatte ich die neuen Design-Vorlagen von Google entdeckt, begann ich auch schon zu experimentieren. Die aktuelle Fassung spiegelt mein akutes Bedürfnis nach Urlaub und Farben wieder.
Ich finde, die Wechseljahre sind ein prima Anlass, um häufiger mal das Layout zu wechseln. Das eigene und das seiner Umgebung. Wenn ich mich in der unmittelbaren Umgebung meines Schreibtisches so umsehe, könnte ich mein Arbeitszimmer eigentlich mal wieder aufräumen und anschließend ein paar Möbel umstellen.
Von "Change" sangen auch "The Scorpions", die mit uns älter geworden sind und nun als Band ans Aufhören denken.
Samstag, 12. Juni 2010
Donnerstag, 10. Juni 2010
Wer ist da in meinem Spiegel?
Eine Fremde hat es sich in meinem Spiegel gemütlich gemacht, ohne dass ich sie dazu eingeladen habe. Vielleicht verschwindet sie von allein wieder. Zurzeit sieht aber nichts danach aus.
Ich kann sogar eine gewisse Ähnlichkeit zwischen uns erkennen. Die Augenfarbe. Das Lachen. Die Art zu sprechen. Doch die Gesichtskonturen bei ihr sind weniger straff, die Gesichtshaut ist weniger faltenlos. Die zornige Falte auf ihrer Stirn habe ich an mir auch noch nie bemerkt.
Eins haben wir beide gemeinsam - wir lachen gern. Das ist doch immerhin eine gute Basis, um sich miteinander vertraut zu machen. Ist es nicht seltsam, das Altern?
Ich kann sogar eine gewisse Ähnlichkeit zwischen uns erkennen. Die Augenfarbe. Das Lachen. Die Art zu sprechen. Doch die Gesichtskonturen bei ihr sind weniger straff, die Gesichtshaut ist weniger faltenlos. Die zornige Falte auf ihrer Stirn habe ich an mir auch noch nie bemerkt.
Eins haben wir beide gemeinsam - wir lachen gern. Das ist doch immerhin eine gute Basis, um sich miteinander vertraut zu machen. Ist es nicht seltsam, das Altern?
Donnerstag, 13. Mai 2010
Emma Thompson: Das ist doch eine kollektive Psychose...
Zitat: Die britische Schauspielerin Emma Thompson, Jahrgang 1959, antwortete auf die Frage: Schönheitsoperationen kämen für Sie also nicht infrage?
Thompson: Niemals. Das ist doch eine kollektive Psychose, unser Widerstand gegen das Alter und den Tod. Und nach meinem Eindruck nehmen die Angriffe auf das weibliche Geschlecht sogar noch zu. Ich verstehe gar nicht, woher das kommt. Aus den Frauenzeitschriften? Ich glaube nicht, dass Männer uns alle in Größe 0 sehen wollen. Julie Christie, eine der schönsten Frauen der Welt, sagte mir einmal: "Wenn Du da lebst, wo alle in Deinem Alter zehn Jahre jünger aussehen als Du, dann lässt Du Dich auch operieren." So hatte ich das noch nicht betrachtet. Aber ich lebe in London und nicht in Hollywood.
(Quelle: Westdeutsche Zeitung, 31.3.2010)
Emma Thompson erhielt einen Oscar als beste Hauptdarstellerin (Wiedersehen in Howards End) und einen für das beste adatierte Drehbuch (Sinn und Sinnlichkeit). Zu den Filmen "Eine zauberhafte Nanny" hat sie selbst die Drehbücher geschrieben.
Thompson: Niemals. Das ist doch eine kollektive Psychose, unser Widerstand gegen das Alter und den Tod. Und nach meinem Eindruck nehmen die Angriffe auf das weibliche Geschlecht sogar noch zu. Ich verstehe gar nicht, woher das kommt. Aus den Frauenzeitschriften? Ich glaube nicht, dass Männer uns alle in Größe 0 sehen wollen. Julie Christie, eine der schönsten Frauen der Welt, sagte mir einmal: "Wenn Du da lebst, wo alle in Deinem Alter zehn Jahre jünger aussehen als Du, dann lässt Du Dich auch operieren." So hatte ich das noch nicht betrachtet. Aber ich lebe in London und nicht in Hollywood.
(Quelle: Westdeutsche Zeitung, 31.3.2010)
Emma Thompson erhielt einen Oscar als beste Hauptdarstellerin (Wiedersehen in Howards End) und einen für das beste adatierte Drehbuch (Sinn und Sinnlichkeit). Zu den Filmen "Eine zauberhafte Nanny" hat sie selbst die Drehbücher geschrieben.
Samstag, 8. Mai 2010
Musiktipp 50 +: Nena - In meinem Leben
Als ich dieses Lied von Nena zum ersten Mal im Radio hörte, drehte ich es sofort lauter. Wahre Worte, sehr berührend. Ein Song, bei dem das Leben den Text geschrieben hat. Eine Ode an das Leben, die Liebe und ein Hoch auf die zweite Lebenshälfte von 50 bis 100. Gut gemacht, Nena.
Montag, 3. Mai 2010
Buchtipp 50 +: "Mörderische Familienbande" von Anne George
Erhältlich u.a. bei:
Amazon.de: Master-Deeplink
Menschen über 50 sind als Hauptfiguren in der belletristischen Unterhaltungsliteratur rar. Eine rühmliche Ausnahme stellen da die Bücher der 2001 verstorbenen Schriftstellerin Anne George dar.
Anne George wurde für ihre Krimis um die "Southern Sisters", einem ungleichen Schwesternpaar, mit dem "Agatha Award" ausgezeichnet. Für ihre Lyrik wurde sie für den Pulitzer-Preis nominiert.
Die ungleichen Südstaaten-Schwestern Patricia Anne und Mary Alice sind jeweils um die 60 und versuchen, mit dem Älterwerden klar zu kommen - jede auf ihre Weise. In ihre Mordfälle schliddern sie eher widerwillig hinein und eher beiläufig begeben sie sich auch auf Mördersuche. In den Geschichten wimmelt es von skurilen Figuren und messerscharfen Dialogen, die zum Weiterlesen animieren und einfach Spaß machen. Fast unbemerkt nimmt dabei die Aufklärung der Morde immer größeren Raum ein.
Als ersten Roman aus der Reihe habe ich "Mörderische Familienbande" gelesen.
Klappentext: Familienforschung ist Schwesternsache! Das ist für Mary Alice keine Frage. Natürlich soll auch ihre leidgeprüfte Schwester Patricia Anne von ihrem neuen Hobby profitieren: der Genealogie. Sie arrangieren ein Treffen mit Meg Bryan, ihres Zeichen Ahnenforscherin. Doch nach dem gemeinsamen Mittagessen stürzt sich Meg aus dem Fenster - oder wurde sie gestoßen?
Der Buchrückentext ist leider nicht ganz stimmig. Nicht Mary Alice, sondern der Ehemann von Patricia Anne, der Ich-Erzählerin, hat sein Interesse für Genealogie entdeckt. Meg Bryan, die Genealogin, ist Gast auf der Hochzeit der Tochter von Mary Alice, wo sich alle kennenlernen.
Menschen über 50 sind als Hauptfiguren in der belletristischen Unterhaltungsliteratur rar. Eine rühmliche Ausnahme stellen da die Bücher der 2001 verstorbenen Schriftstellerin Anne George dar.
Anne George wurde für ihre Krimis um die "Southern Sisters", einem ungleichen Schwesternpaar, mit dem "Agatha Award" ausgezeichnet. Für ihre Lyrik wurde sie für den Pulitzer-Preis nominiert.
Die ungleichen Südstaaten-Schwestern Patricia Anne und Mary Alice sind jeweils um die 60 und versuchen, mit dem Älterwerden klar zu kommen - jede auf ihre Weise. In ihre Mordfälle schliddern sie eher widerwillig hinein und eher beiläufig begeben sie sich auch auf Mördersuche. In den Geschichten wimmelt es von skurilen Figuren und messerscharfen Dialogen, die zum Weiterlesen animieren und einfach Spaß machen. Fast unbemerkt nimmt dabei die Aufklärung der Morde immer größeren Raum ein.
Als ersten Roman aus der Reihe habe ich "Mörderische Familienbande" gelesen.
Klappentext: Familienforschung ist Schwesternsache! Das ist für Mary Alice keine Frage. Natürlich soll auch ihre leidgeprüfte Schwester Patricia Anne von ihrem neuen Hobby profitieren: der Genealogie. Sie arrangieren ein Treffen mit Meg Bryan, ihres Zeichen Ahnenforscherin. Doch nach dem gemeinsamen Mittagessen stürzt sich Meg aus dem Fenster - oder wurde sie gestoßen?
Der Buchrückentext ist leider nicht ganz stimmig. Nicht Mary Alice, sondern der Ehemann von Patricia Anne, der Ich-Erzählerin, hat sein Interesse für Genealogie entdeckt. Meg Bryan, die Genealogin, ist Gast auf der Hochzeit der Tochter von Mary Alice, wo sich alle kennenlernen.
Wer Krimis mit Rätselkomponente und Humor mag, ist mit "Mörderische Familienbande" wirklich gut bedient.
Ebenfalls sehr zu empfehlen sind die weiteren Bände aus der Krimiserie.
Abonnieren
Posts (Atom)