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Freitag, 27. Februar 2009

Kuh oder Ziege

Auch wenn ich es für mich ablehne, als Silver Ager bezeichnet zu werden, gebe ich gerne zu, dass der 50. Geburtstag in mancherlei Hinsicht meine eigene Körperwahrnehmung verändert hat.

Da sind zum einen die unübersehbaren zusätzlichen Pölsterchen auf meinen Hüften, am Bauch, eigentlich rundum. Sie kamen über Nacht. Mit Kleidergröße 36/38 ging ich abends schlafen, mit einer - äh - größeren Kleidergröße wachte ich wieder auf. Zuerst war ich erschrocken, doch ganz allmählich beginne ich mich an mein neues Spiegelbild zu gewöhnen.

Wie heißt es doch noch gleich? Während der Wechseljahre entwickelt sich eine Frau entweder zu einer Kuh oder zu einer Ziege. Nun, mein Körper hat sich für die Kuh entschieden, ohne mich vorher großartig gefragt zu haben.

Und dann gestern: Von 6.30 - 19.00 Uhr war ich dienstlich unterwegs. Ich habe viel Wissenswertes erfahren, mit vielen neuen Menschen gesprochen, saß stundenlang in Zügen und habe viel zu wenig gegessen. Endlich wieder daheim reichte meine Kraft nur noch zum Abhängen vor dem Fernsehgerät (Bravo, Bremen, Ihr seid weiter :-)!) . Heute früh beim Aufstehen fühlte ich mich wie gerädert und hätte liebend gerne ein paar Stündchen mehr geschlafen.

Liegt es am fortgeschrittenen Alter oder rede ich mir das am Ende nur ein? Man ist so alt wie man sich fühlt, lautet ein Sprichwort und wie in jeder Volksweisheit steckt auch in dieser viel Wahrheit.

Wer immer nur denkt, dass er alt ist, m u s s sich ja alt fühlen. Deshalb lautet mein aktuelles Mantra ab sofort: "Ich fühle mich jung, auch wenn ich keine 20 mehr bin."

Zur guten Nacht spielt eine Virtuosin an der Hammond Orgel auf: Barbara Dennerlein - Hot Stuff. Ihre Fußtechnik ist bewundernswert:

Mittwoch, 28. Januar 2009

Was tun bei Heißhunger?

In Stresszeiten ertappe ich manchmal selbst dabei, wie ich Essbares gedankenlos in mich hineinstopfe, ohne wirklich Hunger zu haben. Ganz nach dem Motto: Ich esse, also bin ich.

Doch es gibt eine ganze Reihe von Tricks, die helfen, den Heißhunger in den Griff zu bekommen:

- Kaugummi hilft bei plötzlichen Heißhunger-Attacken.

- Im Café eine heiße Suppe statt Kuchen oder Süßes bestellen.

- Ein trockenes Brot oder ein Brötchen möglichst lange kauen.

- Popcorn essen.

- Aromatisierte Tees trinken.

- Mit blauen Buntstiften langsam Kreise oder Mandalas zeichnen. Die Farbe Blau steht für das Gegenteil von Essen.

Zur guten Nacht: All alone von Chris Norman (made by chaoskarin2007):

Donnerstag, 8. Januar 2009

Schokolade gegen Kälte

Da suche ich im Internet nach Tipps gegen das ständige Frieren in diesen Tagen und lese: Fett ist gut gegen Kälte.

Focus-Online/gesundheit muss mit meiner Mutter gesprochen haben. Die hat mir diesen Rat nämlich schon in meiner Kindheit erteilt. Anschließend servierte sie zum Mittagessen Spinat mit purem Speck. Ich bekomme heute noch Würgreflexe, wenn ich mich daran erinnere.

Eins stimmt jedoch: Frieren und Zittern bei Kälte verbrennt enorm viel Energie. Kein Wunder also, dass wir im Winter viel mehr essen als im Sommer. Ich zum Beispiel habe gerade eine ganze Tafel Nussknacker-Schokolade von Aldi vertilgt - ohne Gewissenbisse und mit ganz viel Appetit.

Mmh, lecker. Ich spüre es deutlich, ich friere schon viel weniger. Ob ich gleich noch ein übrig gebliebenes Stück Sahnetorte vom Geburtstag meines Sohnes hinterher schieben soll?

Ich denke darüber nach...

Aber vorher höre ich mir noch das Duett von Celine Dion und Elvis Presley "If I can dream" an:

Samstag, 13. Dezember 2008

Aufräumen macht schlank und lebendig

Eigentlich wollten wir heute Abend mit der Familie unserer besten Freunde vorweihnachtlich feiern, seit vielen Jahren, ach, was sag ich, seit Jahrzehnten schon ist dies eine sehr schöne und auch sehr geschätzte Tradition. Wegen einer plötzlichen ernsthaften Erkrankung unserer Gastgeber müssen wir unser Treffen erst einmal verschieben. Gute Besserung auch von hier aus, lieber Freund - Du weißt schon, dass Du gemeint bist :-)!

Die Kinder haben sich stattdessen ins weihnachtliche Einkaufsgetümmel gestürzt, während mein Mann und ich das tun, was in unserem Alltag immer zu kurz kommt: Wir räumen auf!

Unglaublich, was sich während eines Jahres an Staub und Chaos in einer Wohnung so ansammeln kann. Wir entrümpeln, putzen, schaffen Ordnung, sortieren aus. Dazwischen wird die Wäsche gewaschen, Essen gekocht (Chili con Carne - geht schnell) und ein Weihnachtskuchen gebacken (Rotweinkuchen ).

Ich habe von beidem gleich die doppelte Portion gekocht, denn ab sofort können wir uns das Essen wieder leisten. Wie ich darauf komme?

Nun, auf der Website von simplify your life habe ich einen Hinweis auf den Zusammenhang von Gerümpel und Gewicht entdeckt. Danach hat die englische Aufräumspezialistin Karen Kingston eine kuriose Entdeckung gemacht: "Zitat: Menschen mit viel Gerümpel haben häufig auch Übergewicht oder umgekehrt... Aufräumen kann vielmehr dabei helfen, auch das Übergewicht zu reduzieren." Erst die Diät für die überfüllte Wohnung, später die Diät für den eigenen Körper.

Nun, ich werde in absehbarer Zeit garantiert keine Diät machen, weil diese meiner Erfahrung nach früher oder später zu einem Mehr an Gewicht führen. Dass sich aber eine aufgeräumte Wohnung positiv auf den eigenen Gemütszustand auswirken kann, bestätige ich gerne aus eigener Erfahrung.

Nach Feng Shui sind "Staub in den Ecken, unaufgeräumte Zimmer und zugestellte Durchgänge ein Zeichen von stagnierter Lebensenergie, dem Ssu-Chi, nachzulesen auf www.optikur.de: "Ssu-Chi wirkt auf die Bewohner hemmend. Es fällt schwer sich auf Ereignisse einzustellen, selbst aktiv zu werden oder lässt mühsam durchgeführte Aktivitäten ohne die gewünschten Folgen bleiben.

Ordnung und Sauberkeit bringen hingegen Klarheit und Struktur... Aber nicht nur Staub entfernen und Ordnen ist wichtig, um einen aktiven Chi-Fluss zu erreichen, auch das Gerümpel sollte entfernt werden."

Loslassen und sich trennen können sind eine Kunst - auch beim Aufräumen.

Erinnerst sich außer mir noch jemand an die Patridge Family? Hier ihr ganz spezielles Rockin' around the Christmas Tree:

Samstag, 8. November 2008

Süß wie Schokolade muss es sein



Geschenkideen von Sprüngli

Ich bin eine Süße.
Aus dem Mund einer Frau in den besten Jahren mag das ungewohnt klingen - ihr werdet euch schon dran gewöhnen ;-)

Zumal ich weniger auf meine äußere Erscheinung anspiele als vielmehr auf meine nahezu unstillbare Leidenschaft für Süßes. Ich liebe Kuchen.

An diesem Wochenende habe ich einen saftigen Gewürzkuchen gebacken, parfümiert mit einem Schuss Rotwein und verziert mit einem Guss aus Zartbitterschokolade. Zur Hälfte ist er bereits aufgegessen...

Und ich liebe Schokolade. Eine Sünde wert sind für mich die kleinen Happen Mandelschokolade von Merci. Wenn ich mittags hungrig aus dem Büro komme und mich nicht sehr stark zusammenreiße, schaffe ich bis nach Hause schon mal den kompletten Tüteninhalt - ohne schlechtes Gewissen. Unwiderstehlich ist für mich auch die Nussknackerschokolade für o,59 Euro von Aldi. Nach der ist die komplette Familie süchtig. Wobei die Männer in der Familie Marzipanschokolade bevorzugen.

Außerdem mag ich Pralinen (mit Ausnahme von Trüffel und Mousse), Schokoladenfondue, Nüsse in Schokolade, heiße Schokolade, seltsamerweise aber kein Schokoladeneis.

Ja, ja, ich weiß, es gibt Leute, die behaupten, zu viel Schokolade mache dick.

Leute, jetzt sag ich euch mal was: Wenn der Körper an Gewicht zulegen will, dann legt er zu, vollkommen gleichgültig, was man isst oder was man sich verkneift. Das sagt mir meine langjährige Erfahrung mit Diäten und Ernährungsgrundsätzen aller Art.

Ich habe mich nach Sonnen- und Trennkost ernährt, habe auf Süßigkeiten verzichtet, nur an Salatblättern geknabbert, die Brigitte-Diät und diverse andere gemacht und die Atkins-Diät hat solange spitzenmäßig bei mir gewirkt, bis ich eine Hassallergie gegen Fleisch und Fett entwickelte.

Mit über 50 leiste ich mir nun den Luxus, zu essen, was mir schmeckt und vor allem zu genießen, was ich esse. Und soll ich euch was verraten?
Seitdem nehme ich unaufhaltsam ab. Mittlerweile passe ich schon wieder in eine kleinere Kleidergröße. Hurra!

Naschen Sie sich glücklich!, ist ein Tipp aus der Illustrierten Lenz (wer ist bloß auf diesen schrecklichen Namen verfallen?) betitelt, den ich hier gerne weitergebe:
Spicken Sie Bananen- und Dattel-Stücke auf einen Holzspieß; dann in geschmolzene Schokolade tauchen. Köstlicher können die Stresskiller Magnesium und Tryptophan nicht schmecken!

Zur Abrundung dieses Themas gibt' s heute Musik aus dem Film Chocolat, der mit Juliette Binoche und Johnny Depp zum Welterfolg wurde: